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Die Tomate: Geschichte, Tradition und Geschmack, die Italien erzählen

Rot, aromatisch, vielseitig und sofort erkennbar: Kaum ein anderes Lebensmittel ist so eng mit dem Bild der italienischen Küche verbunden wie die Tomate.

Sie ist Hauptdarstellerin einiger der einfachsten Gerichte unserer Tradition, aber auch aufwendiger Zubereitungen, regionaler Rezepte und moderner Interpretationen. Doch ihre italienische Geschichte beginnt weit entfernt von unseren Tischen.

Bevor sie zu einem der symbolträchtigsten Zutaten der mediterranen Küche wurde, durchquerte die Tomate Kontinente, Epochen und Kulturen und entwickelte sich von einem unbekannten Produkt zu einem grundlegenden Bestandteil unserer Gastronomie.


Eine lange Reise, bevor sie auf die italienischen Tische gelangte

Heute ist es kaum vorstellbar, die italienische Küche ohne Tomaten zu denken. Doch diese Zutat hat einen langen Weg zurückgelegt, bevor sie zu einem der Symbole unserer kulinarischen Tradition wurde.

Die ursprünglich vom amerikanischen Kontinent stammende Tomate gelangte im 16. Jahrhundert nach der Entdeckung der Neuen Welt nach Europa. Anfangs wurde sie mit Neugier betrachtet und vor allem als Zierpflanze angebaut, während sich ihre Verwendung in der Küche erst nach und nach verbreitete.

Einer der ersten dokumentierten Nachweise für die Tomate in Italien stammt aus dem Jahr 1548, als Cosimo de’ Medici in Pisa einen Korb mit Tomaten erhielt, die von einem Familiengut in der Toskana stammten.

Doch erst im 18. Jahrhundert begann die Tomate, einen immer wichtigeren Platz in kulinarischen Zubereitungen einzunehmen, und im 19. Jahrhundert verbreitete sie sich schließlich in großem Umfang und wurde nach und nach zu einer alltäglichen Zutat.

Gerade im 19. Jahrhundert entwickelten sich zudem verschiedene Methoden zur Konservierung, sodass Tomaten auch über die Sommersaison hinaus verwendet werden konnten. Von den ersten Konserven bis hin zu Tomatensaucen entstand so eine Tradition, die für die italienische Küche von grundlegender Bedeutung werden sollte.

Im Laufe der Zeit interpretierte jede Region die Tomate entsprechend ihren eigenen Gewohnheiten und Rezepten und machte aus einer Zutat, die aus der Ferne kam, einen der bekanntesten Protagonisten der italienischen Gastronomie.


Tausend Möglichkeiten, dieselbe Zutat zu interpretieren

Einer der Gründe für den Erfolg der Tomate ist sicherlich ihre außergewöhnliche Vielseitigkeit.

Sie kann frisch genossen werden, wenn ihre Konsistenz und natürliche Frische zum Mittelpunkt des Gerichts werden, oder langsam gekocht werden, um intensive und aromatische Saucen zu kreieren.

Sie kann Pasta, Fleisch, Fisch und Gemüse begleiten, zu einer Sauce oder einem Tomatenpüree werden oder einfach ein Gericht mit Farbe und Geschmack abrunden.

In unserem Rezeptbuch verwenden wir sie beispielsweise in ihrer einfachsten Form bei den Tomaten in Scheiben mit Thunfischbauch und Basilikum, einem sommerlichen Gericht, bei dem wenige Zutaten genügen, um ihren Geschmack voll zur Geltung zu bringen.

Bei den Spaghetti mit Sardellen und Kirschtomaten werden die Kirschtomaten dagegen leicht in der Pfanne gegart, bis sie ihren Saft abgeben, und ergeben zusammen mit den Sardellen eine einfache, aber charaktervolle Sauce.

Dies sind zwei sehr unterschiedliche Beispiele, die zeigen, wie sehr die Tomate je nach Zubereitung ihren Charakter verändern kann.


Von der frischen Tomate zur Sauce: das Herzstück vieler Rezepte

Wenn Tomaten zu Sauce verarbeitet werden, beginnt ein weiteres großes Kapitel der italienischen Küche.

Denken wir an Pasta mit Tomatensauce: wenige, scheinbar sehr einfache Zutaten, die dennoch das richtige Gleichgewicht finden müssen.

Tomaten, natives Olivenöl extra und Pasta können ausreichen, um ein Gericht zu kreieren, das unsere Küche unmittelbar erzählt.

In unserem Rezeptbuch wollten wir genau diese Verbindung mit dem Rezept Von der hausgemachten Sauce zum Gourmet: Pasta mit Tomatensauce zeigen, bei dem die Einfachheit eines der bekanntesten italienischen Gerichte auf eine Zubereitung trifft, die jedes einzelne Element zur Geltung bringt.

Doch die Tomate gehört nicht nur zu den ersten Gängen.

Wir finden sie in der würzigen Auberginen-Parmigiana, wo sie auf Auberginen, Mozzarella, Basilikum und Gewürze trifft, oder in den hausgemachten Pappardelle mit Tomaten-Gemüse-Sauce, bei denen sie ein reichhaltiges Gemüseensemble begleitet.

Sie kann auch zur Grundlage weniger klassischer Zubereitungen werden, wie bei unseren Bocconcini mit „Tomato“-Sauce, und zeigt damit, dass eine gute Tomatensauce weit über das klassische Pastagericht hinaus verwendet werden kann.
 

Wenn Tradition auf Gewürze trifft

Die Geschichte der Tomate lehrt uns auch etwas Interessantes: Die Küche steht niemals völlig still.

Im Laufe der Zeit sind verschiedene Zutaten, Techniken und Kulturen aufeinandergetroffen und haben neue Interpretationen hervorgebracht, ohne dabei zwangsläufig die Tradition zu verdrängen.

Die Tomate verkörpert dieses Prinzip perfekt. Ursprünglich aus weit entfernten Regionen außerhalb Europas stammend, wurde sie zu einem der bekanntesten Symbole der italienischen Küche und eignet sich auch heute noch für neue Geschmackskombinationen.

Genau aus der Begegnung zwischen italienischer Tradition und verschiedenen gastronomischen Kulturen entstand auch unsere Idee einer Fusion-Küche, die in unseren handwerklich hergestellten Saucen Spicial Sauces zum Ausdruck kommt: Wir nehmen vertraute Zutaten und interpretieren sie mit Gewürzen, Aromen und Kombinationen neu, die überraschen können.

Die Tomate ist letztlich weit mehr als eine einfache Zutat: Sie erzählt eine Geschichte von Reisen, kulturellen Einflüssen, Tradition und Kreativität, die bis heute Italien durch den Geschmack erlebbar macht.

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